Away

about AWAY more

AWAY – a project around residencies ist ein offenes Format. Dementsprechend gibt es AWAY MORE zu erzählen – zukünftig und auch parallel. Über artistsaway, die Instagram Residency, mit der AWAY die realen Auslandsatelier-Räume um einen virtuellen erweitert. Verschiedene Residence-Aktivitäten der Bundesländer samt aktueller Ausschreibungen, die einerseits vergleichbar, mitunter aber ganz anders als das Auslandsatelier-Programm des BKA angelegt sind. Eine Literatur-Auswahl zum Thema sowie weiterführende Schriften der Diskussions-TeilnehmerInnen aus dem laboratory. Und, wohin AWAY on tour das Projekt in Zukunft bringen könnte.

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AWAY beginnt 2016 und gibt die allererste Zwischenbilanz für etwas, das vor über dreißig Jahren begonnen hat und für die nächsten Jahre im Voraus konzipiert ist. Dementsprechend vielschichtig sind die einzelnen Bausteine des Projekts: Exhibition, laboratory, diary und die Instagram-Residency artistsaway versuchen ganz nah am aktuellen Geschehen in den Auslandsateliers und der jüngeren Geschichte des Programms teilzuhaben. Gleichzeitig soll mithilfe der theoretischen Erkenntnisse aus dem laboratory und den Exponaten der exhibition ein Entwicklungsbogen gezeichnet werden, der das Auslandsatelier-Programm des BKA in seinem Wesen erfasst und seine Möglichkeiten, Grenzen, Potentiale und Perspektiven skizziert.

AWAY ist demnach ein Informieren über Rahmenbedingungen und Ziele; ein beispielhaftes Aufzeigen von Erfahrungen und „Ergebnissen“; ein Suchen nach alternativen Sinnhaftigkeiten und das Herantasten an ein qualitatives Evaluieren und Zukunft denken.

Wer über das Auslandsatelier-Programm des BKA im Kontext aktueller  künstlerischer Arbeitsbedingungen und der österreichischen Förder­landschaft spricht, darf die vergleichbaren Bundesländer-Aktivitäten nicht unerwähnt lassen. Als Service-Tool finden KünstlerInnen hier aktuelle Ausschreibungen der Landesstellen und andere interessante Programme aus den Bundesländern.

AWAY entwickelt seinen Spirit in Zusammenarbeit mit ExpertInnen aus Kunst, Kultur, Politik und Wissenschaft, die das Projekt mit ihren Sichtweisen und Statements von unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und das Thema auf eine neue diskursive Ebene heben. Ihre theoretischen Ansätze sind im download des laboratory nachzulesen, in den Videostreams nachzuhören sowie in einer Auswahl ihrer Schriften in der Literaturliste zu entdecken.

AWAY wird 2017 fortgeführt, AWAY on tour quer durch Österreich zu schicken ist einer der vielen Ansätze dazu.

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instagram residency

#artistsaway –  auf Instagram Residency mit AWAY

artistsaway richtet sich aktuell als Einladung an jene KünstlerInnen, die im Projektzeitraum Herbst/Winter 2016/2017 am Auslandsatelier-Programm des Bundeskanzleramts Österreich teilnehmen und eine der internationalen destinations bespielen. Die virtuelle Residency ermöglicht es diesen StipendiatInnen trotz ihrer geographischen Abwesenheit am Projekt zu partizipieren, den Instagram Account für je fünf Tage zu übernehmen und uns völlig unzensuriert und frei an ihrem Auslandsaufenthalt und der Kunstproduktion in der Fremde teilhaben zu lassen. Den „Takeover“ eines Accounts nicht nur zuzulassen, sondern aktiv anzubieten, ist eine Novität in der institutionellen Kunstlandschaft. Man darf gespannt sein, welche Räume damit eröffnet werden.

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Die Kunst ist längst in der digitalen Welt angekommen – nicht nur auf Seiten der Produktion, auch auf der Rezeptions- und Vermarktungsebene werden ihr durch mannigfache Online-Schauplätze und Kanäle völlig neue Möglichkeiten geboten.

Ob sie sich damit selbst verkauft, ihre Originalität verwässert und auf Supermarkt-Niveau abflacht oder sich vielmehr eine neue Selbständigkeit erobert, von starren bis repressiven Verkaufs-Modellen befreit, neue Zielgruppen generiert und dadurch ein immens größeres Publikum erreicht, wird allerorten heftigst diskutiert.

Neben zahlreichen „How to-Ratgebern“ kursieren im Netz reihenweise Geschichten über prominente KunstkäuferInnen, die mit der „Online-Abkürzung“ eine vermeintliche Unabhängigkeit vom Kunstmarkt  demonstrieren. Und tatsächlich geben immer mehr kunstaffine Menschen an, sich auf Facebook, Instagram & Co über aktuelle Trends und Entwicklungen zu informieren. So mancher Shooting-Star habe seine Entdeckung der virtuellen Präsenz zu verdanken und endlich, heißt es, könnten KünstlerInnen ihr „Geschäft“ selbst in die Hand nehmen.

KünstlerInnen, KuratorInnen und SammlerInnen sind gleichermaßen in sozialen Netzwerken und Social Media-Tools unterwegs, um sich zu informieren und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Ganz eindeutig haben Instagram & Co durch ihre niederschwellige Perzeptionsmöglichkeit eine starke Entdecker- und Multiplikations-Funktion, die Galerien und Kunstmessen wohl nicht ersetzen, deren Arbeit künftig jedoch immer mehr beeinflussen wird. Wo Follower durch konsequente Präsenz und Geschmacks-Demonstration mithilfe von Likes zu Influencers werden können, darf auch auf der anderen Seite jede Menge „Luft nach oben“ vermutet werden.

„It is hype for sure, which has negative and positive effects. But if your artwork isn’t represented on Instagram these days, do you exist?“ zitiert Elena Soboleva in ihrem Artikel „How collectors Use Instagram to Buy Art“ für Artsy.net einen Sammler aus New York.

AWAY greift mit seiner Instagram Residency artistsaway das Spannungsfeld zwischen pro und contra auf und gibt sich eindeutig als innovative Plattform, auf der man zeigen kann, woran man gerade arbeitet, der man sich aber auch bewußt verweigern kann. Was sonst gehackt und gekapert werden muß, stellt AWAY temporär und unzensuriert als „Einladung zum Ausloten“ zur Verfügung.

Die virtuelle Residency artistsaway soll auch über den aktuellen Projektzeitraum hinaus bestehen bleiben, um zukünftige StipendiatInnen mit ihren VorgängerInnen, NachfolgerInnen und allen Interessierten zu vernetzen. Folgen Sie dieser künstlerischen Freiheit auf Instagram unter dem Account: artistsaway.

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instagram #awayresidency

bundesländer

KünstlerInnen-Support! Hier finden sich die wichtigsten Residence-Programme aus den Landesstellen der Bundesländer. Aktuelle Ausschreibungen, Einreichfristen sowie die Verlinkung zu Schwerpunkten und Rahmenbedingungen.

ausschreibungen

Neben den Programmen der Landesstellen werden KünstlerInnen zwischen Vorarlberg und dem Burgenland mit einer Reihe weiterer Austausch- und Residence-Initiativen unterstützt. Manche von ihnen sind gut bekannt und seit Jahren aktiv, andere wurden gerade erst ins Leben gerufen. Im folgenden findet sich eine Auswahl:

Burgenland: bis 01/06/2017

Künstleratelier (Domus Artium) Paliano/Italien

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Kärnten:

Künstlerstipendium Smartno/Slowenien

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Niederösterreich: bis 30/05/2017

AIR – ARTIST IN RESIDENCE, Krems

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Niederösterreich:

Bundesländeratelier (Domus Artium) Paliano/Italien

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Niederösterreich:

AIR–ARTIST IN RESIDENCE, Auslandsstipendien

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Oberösterreich:

Gastateliers des Landes Oberösterreich

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Salzburg:

artists-in-residence Programm Salzburg

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Salzburg:

Ateliers im Ausland

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Steiermark: bis 30/05/2017

3-monatiges Stipendium für Kunstschaffende in Brüssel

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Steiermark: bis 30/05/2017

Atelier-Auslandsstipendien im südosteuropäischen Raum

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Tirol:

Künstlerhaus in Paliano/Italien

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weitere programme

OBERÖSTERREICH:
Atelierhaus Salzamt der Stadt Linz
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TIROL:
Künstlerhaus Büchsenhausen
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WIEN:
Kulturabteilung MA7
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 Weitere Informationen folgen!

 

literatur

Unsere Literaturliste zu den Themen Artists in Residence, Künstleratelier, künstlerisches Arbeiten, Theoretisches aber auch Beispielhaftes sowie eine Auswahl der Publikationen unserer Diskussions-Teilnehmerinnen:

E-Books
Lukas Birk und Karel Dudesek

Austro Sino Arts Program - Mifan 米饭, Austrian Art Made in China Vol I
Austro Sino Arts Program - DaBao 打包, Austrian Art Made in China Vol II
Austro Sino Arts Program - ChuanMen 串门儿 /, Austrian Art Made in China Voll III
Austro Sino Arts Program - Left/ Right 左右, Austrian Art Made in China Vol IV
Austro Sino Arts Program - DaZibao 大字报, Austrian Art Made in China Vol V
Austro Sino Arts Program - The Gallop of the Courser 骏马飞驰, Austrian Art Made in China Vol VI
Austro Sino Arts Program - Refuse the shadows of the past, 5 years Austrian Art Made in China
SewonArtSpace - To Know the Unknown, Austrian Art Made in Indonesia Vol I

(Diese Bücher sind mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät und auf Ihrem Computer mit iTunes zum Download verfügbar.)



A-F

Abbing, Hans: Why Are Artists Poor? The Exceptional Economy oft he Arts. Amsterdam, 2006
Aranda, Julieta/Wood, Brian Kuan/Vidokle, Anton: Are You working Too Much? Post-Fordism, Precarity, and the Labor of Arts. Berlin, 2011
Augé, Marc: Vorüberlegungen zu einer Ethnologie der Einsamkeit. Frankfurt am Main, 1994
Bachelard, Gaston: Poetik des Raumes. Frankfurt am Main, 19(57)87
Bätschmann, Oskar: Ausstellungskünstler. Kult und Karriere im modernen Kunstsystem. Köln, 1997
Behnke, Christoph/Dziallas, Christa/Gerber, Marina/Seidel, Stephanie (Hg.): Artist-in-Residence. Neue Modelle der Kulturförderung. Lüneburg, 2008
Bianchi, Paolo: Der Künstler, Narr und Nomade. In: Kunstforum International 112, 1991
Bishop, Claire: Radical museology, or, what’s 'contemporary' in museums of contemporary art? Köln, 2013
Boltanski, Luc/Chiapello, Eve: Der neue Geist des Kapitalismus. Konstanz, 2003
BNN (Hg.): We love Artists. Artists In Residencies around the world. Tokyo, 2009
Bröckling, Ulrich: Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform. Frankfurt am Main, 2007
Buren, Daniel/Repensek, Thomas: The Function of the Studio. In: October Vol. 10, 1979, S. 51 - 58
Büttner, Claudia/Rückert, Genoveva: Die Rückkehr der Auftragskunst. Eine Gegenerzählung von Projekten und Installationskunst im öffentlichen und institutionellen Raum. In: Sturm, Martin/Stoff, Julia (Hg.): Höhenrausch – Kunst in die Stadt., Wien, 2016
Büttner, Claudia: Art Goes Public. Von der Gruppenausstellung im Freien zum Kunstprojekt im nichtinstitutionellen Raum. München, 1997
De Certeau, Michel: Praktiken im Raum. In: Kunst des Handelns. Berlin, 1988, S. 177-238
Diers, Michael/Wagner, Monika: Topos Atelier. Werkstatt und Wissensform. Berlin, 2010
Doherty, Claire (Hg.): Contemporary Art. From Studio to Situation. London, 2004
English, James F: The Economy of Prestige. Prizes, Awards, and the Circulation of Cultural Value. London, 2005
Falb, Daniel/Gerhardt, Ulrike/Heckel, Friedemann: Post-Studio Tales. Hamburg, 2015
Foster, Hal: The Artist as Ethnographer. In: Ders.: The Return oft he Real. The Avant-Garde at the End oft he Century, London, 1996


G-M

Graw, Isabelle: Der große Preis. Kunst zwischen Markt und Celebrity Kultur. Köln, 2008
Glauser, Andrea: Verordnete Entgrenzung. Kulturpolitik, Artist-in-Residence-Programme und die Praxis der Kunst. Bielefeld, 2009
Groys, Boris: Über das Neue. Versuch einer Kulturökonomie. Frankfurt am Main, 1996
Haberl, Horst Gerhard/Krause, Werner/Strasser, Peter (Hg.): auf, und, davon. Eine Nomadologie der Neunziger. Essays über die Notwendigkeit den Standort zu wechseln (Herbstbuch eins). Graz, 1990
Harvey, Jonathan /O’Laughlin, Lea: 25 Years. Hosting International Artist’s Residencies in London. London, 2012
Hildwine, Jeriah: Artist Residencies. Are they worth it? Vermont, 2015
Holert, Tom/Terkessidis, Mark: Fliehkraft. Gesellschaft in Bewegung – von Migranten und Touristen. Köln, 2006
Kunstforum International: Ästhetik des Reisens Bd. 136. , 1997
Kunstforum International: Atlas der Künstlerreisen. Bd. 137. , 1997
Krauss, Rosalind: Sculpture in the Expanded Field. In: October, Vol. 8, S. 30-44, 1979
Kwon, Miwon: The Wrong Place. In: Doherty, Claire (Hg.): Contemporary Art. From Studio to Situation, London, 2004, S. 30-41
Kwon, Miwon: Ein Ort nach dem anderen. In: Schöllhammer, Georg/Saxenhuber, Hedwig (Hg.): OK Ortsbezug. Konstruktion oder Prozess, Linz, 1998, S. 17-54
Löw, Martina: Eigenlogische Strukturen – Differenzen zwischen Städten als konzeptuelle Herausforderung. In: Berking, Helmuth/Löw, Martina (Hg) : Die Eigenlogik der Städte – Neue Wege für die Stadtforschung, Frankfurt am Main, 2008, S.33-53
Mazza, Lisa/Windhager, Laura: How to Live Together? How to Work Together? On Residencies as Sites of Community and Production. Masterarbeit. Goldsmyth University London, 2012
Mitch, Albert/Antoniolli, Alessio/Frey, Lorna/Loder, Robert: Triangle. Variety of experience around artists’ workshops and residencies. London, 2007


N-S

O´Doherty, Brian: Atelier und Galerie (Studio and Cube). Berlin, 2012
On Residencies (Hg.): A conversation with Irmeli Kokko – curator, educator and cultural producer with a long time involvement in residency programs. o.O., 2015
Romero, Emily L.: Artist-in-Residence. A Qualitative Study of A Rural Arts Programme. Denver, 1997
Ruppert, Wolfgang: Von der Werkstatt zum Kulturort. Frankfurt am Main, 1998
Sassen, Saskia: The Global City: New York, London, Tokyo, Princeton. Princeton, 2001
Schneemann, Peter Johannes: Das Atelier in der Fremde. In: Diers, Michael/Wagner, Monika: Topos Atelier. Werkstatt und Wissensform. Berlin, 2010, S. 175-191


T-X

The European Commission: Policy Handbook on Artists’ Residencies. Open method of Coordination (OMC) Working group of EU member states experts on artists’ residencies. , o.O., 2014
Ursprung, Phillip: Arbeiten in der globalen Kunstwelt. Olafur Eliasson’s Werkstatt und Büro. In: Diers, Michael/ Wagner, Monika: Topos Atelier. Werkstatt und Wissensform. Berlin, 2010, S. 147
Wagner, Monika: "Der kreative Akt als öffentliches Ereignis“. In: Diers, Michael /Wagner, Monika: Topos Atelier. Werkstatt und Wissensform. Berlin, 2010, S. 45ff


AWAY on tour

AWAY ON TOUR quer durch Österreich zu den Bundesländer-Organisationen oder partiell an die destinations im Auslandsatelier-Programm des BKA zu schicken ist einer der vielen Ansätze, das Projekt neben der Publikation 2017 auch physisch fortzuführen.