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Mexico City   Gerald Straub 01.06.-31.07.2017 nächster Artikel >

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Warum die mexikanische Kultur so inspirierend ist.

8,9 Millionen Einwohner bevölkern die Ciudad de México, rechnet man den Ballungsraum dazu, sind es über 20 Mio. Menschen die sich in der Metropole tummeln. Neben groß ist Mexico City auch 2.300 m hoch über dem Meeresspiegel, kalttropisch und turbulent bis chaotisch. Das Auslandsatelier am Gelände der österreichischen Botschaft bildet dazu den Temperaments-Gegenpol: Entspannte Homebase oder starre Ordnung? Und wie findet man sich in einem solchen Stadt-Moloch überhaupt zurecht, wie erobert man sich den Ort, entdeckt Places to be abseits des Reiseführers? Und gibt es dann noch Zeit und Muße, Stimmungen und ein besonderes Stadtgefühl wahrzunehmen?

"Mexico Stadt hat viel Gemeinsamkeiten mit anderen "global cities"  dieser Welt - und doch ist die Peripherie/ das "Land" in der Stadt omnipresenter als in den meisten anderen Megacieties. Trotz der allgegenwärtigen Gentrifizierung bleibt das "Informelle", das nicht "Kategorisierbare",das "Unvorhersehbare" ein Dauerzustand. Die Stadt wirkt und darauf ist Verlass. Auf dem Land ist es nicht anders - es wirkt und wirkt und wirkt.... und schon ist man mittendrin.
Teile meiner Arbeit haben mich auch in das Umland von Mexico Stadt geführt (im Zuge der Wahlen in "Estado de Mexico") - kann ich nur Empfehlen auch aus der Stadt rauszufahren und an anderen Orten Zeit zu verbringen.

Aber Vorweg ein Anliegen: Es ist ein Luxus an dieser komplexen Stadt und diesem faszinierendem Land überhaupt anteilnehmen zu können. Daher mein Apell an alle (nörgelnden) Residency TeilnehmerInnen (egal wo): Wertschätzung Wertschätzung Wertschätzung! Wer da noch auf (höchstem Niveau) jammert sitzt (wohl immer) am falschen Ort. Leute - vergesst fehlende Töpfe oder wackelige Stühle, langsames Netz oder was der Teufel was! -  es ist ganz und gar nicht selbstverständlich das es einen politischen Willen gibt der da dahinter steht, dass es überhaupt ein Residency Programm gibt."

geraldstraub.wordpress.com

1. Dos & don'ts an diesem Ort:
  Dos: Unvorhersehbares als Teil des Planes sehen sich
aktiv an Netzwerke anknüpfen/ auch kunstferne Veranstaltungen aufsuchen
Ruhepausen einlegen (es gibt unzähliche Oasen/ Innenhöfe, Parks, Museen die zum Verweilen einladen) Mexico Stadt ist voller Bäume!
Don'ts: nicht auf Sicherheitsempfehlungen hören
alleine Nachts zu Fuss unterwegs sein
2.  Wo kann man super Arbeitsmaterial kaufen?
  Märkte als Inspirationsquelle und Fundus jeglicher Art
Zentrum auf und ablaufen
3.  Zum Thema Kunst an meinem Residency-Ort:
  absolut empfehlenswert sind Besuche in alle grossen Museen und Institutionen; von Cineteca Nacional bis Museo de la Ciudad de Mexico
Ausstellungseröffnungen (meist an letzten Samstagen im Monat)
sehr inspirierend und beispielgebend für zeitgenössische Kunstproduktionen: Pedro Reyes
Institutionen/ Artist Run Spaces: SOMA, MUCA, Casa Maauad etc.
(Beispiele: www.frieze.com/article/critics-guide-mexico-city-0)
4.  Rund um das Auslandsatelier: Hier kaufe ich ein, hier trinke ich Kaffee und hier gibts den besten Mittagsteller in Laufdistanz:
  Hier kaufe ich ein, hier trinke ich Kaffee und hier gibts den besten Mittagsteller in Laufdistanz.
Für meine Recherche/ Arbeit habe ich viel Zeit ausserhalb von Mexico City verbracht ("Estado de Mexico") daher habe ich keine extra"Tipps" für die Umgebung um die Botschaft. (Wobei der Ort sicher einen guten Ruhepol
bietet).
5.  Den Tag lasse ich häufig hier ausklingen (Dinner, Drinks und bester Sound):
  Das "Anzengruber" von Mexico-City: La Covadonga
Hipsterhochburg aber super lokales Essen und Drinks: la Parnita
Coolste Bar/Mezcaleria: El Bósforo
Surrealer AfterAfterAfterhour Tanzsalon: Barbazul
+
Parties/ private Einladungen immer annehmen
6.  Was ich gerne schon am Beginn meiner Residency über das Atelier gewusst hätte:
 

Tipp: sich in die Geschichte Mexicos einlesen

 

 

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