Away

Krumau   Stefan Osterider 1.12.2014-28.2.2015 nächster Artikel >

Away Stefan Osterider 1 Away Stefan Osterider 2 Away Stefan Osterider 3 Away Stefan Osterider 4 Away Stefan Osterider 5

Was es an der krummen Au künstlerisch zu erfahren gibt.


Das südböhmische Český Krumlov zählt 14.000 Einwohner und ist nur fünf Stunden Bahnfahrt von Wien erreichbar, mit dem es ein ereignisreiches Kapitel seiner Geschichte teilt. In der, von der Unesco geschützten Barockstadt befindet man sich trotzdem irgendwie in einer anderen Welt und zwischen Burgkomplex und kommunistischer Architektur in vergangenen Epochen wieder. Angeschlossen an das Egon Schiele Art Centrum hat man mit dem Auslandsatelier Kontakt zu anderen StipendiatInnen, Ausstellungsmöglichkeiten und Zugang zu vielen Kunst-Initiativen. Welche Entdeckungen man am Moldauufer sonst noch machen kann, lesen Sie hier.

"Mein Hauptinteresse galt der Nutzung des Ateliers – ein mächtiger turmartiger Raum; die konzentrierte und intensive Beschäftigung mit meiner Arbeit ohne Ablenkung und auch mit der finanziellen Absicherung sind sicher die herausragenden Eckpunkte des Aufenthaltes; arbeiten  kleiner Stadtspaziergang etwas Neues Entdecken – wieder weiterarbeiten – höchst konzentriert und sehr intensiv über die 3 Monate des AIR; Das tolle Atelier nutzen und arbeiten und sich seine Nischen in dem kleinen Ort suchen!!"

www.stefan-osterider.net

1. Dos & dont's an diesem Ort:
 

nicht im Sommer zur touristischen Hochsaison hinfahren…

2.  Wo man super Arbeitsmaterial kaufen kann:
 

wenn´s geht alles selber mitnehmen – es gibt nicht viel an Material vor Ort zu kaufen; der Baumarkt am Stadtrand ist nicht wirklich hilfreich und der nächste größere Ort ist Cesky Budéjovice, das dortige Koh-i-Noor Geschäft ist aber auch überschaubar in seinem Angebot.

3. Zum Thema Kunst an meinem Residency-Ort:
 

institutionelles aktuelles Geschehen im Ort außer dem Schiele Center ist bis auf das wöchentliche Treffen der Ukradená Galerie, die v.a. von Leuten aus Tschechien bespielt wird, nicht wirklich vorhanden; aber Austausch mit KünstlerInnen aus den anderen AIR (Tschechien, Oberösterreich,…).
Das „Seidel“ Fotoatelier und Architektur aus verschiedenen Zeitepochen; z.B. das barocke Schloßtheater sind schon sehr sehenswert; was mich besonders fasziniert hat ist das „Ufo“ im Schloßgarten – eine drehbare Zuschauertribüne aus den 1960er Jahren, die für Theateraufführungen im Sommer genutzt wird und aus jedem James Bond Film stammen könnte. Angeblich gibt´s deshalb die Drohung der Aberkennung des Unesco Kulturerbes…

4. Rund um das Auslandsatelier – hier kaufe ich ein, hier trinke ich Kaffee und hier gibts den besten Mittagsteller in Laufdistanz:
 

es gibt einige kleine Cafes, und vor allem das Cafe Fontana am Hauptplatz – ein Ort, wo man noch den postkommunistischen „Charme“ spüren kann – und es grandiose Brötchen, bzw. Torten gibt; Einrichtung klassische 80er!!  v.a. Tschechen/Innen gehen hier ein und aus – keine Touristen was mitten im Ort eine Seltenheit darstellt.

5. Den Tag lasse ich häufig hier ausklingen (Dinner, Drinks und bester Sound):
 

Schwimmbad hinter dem Burggarten ist empfehlenswert;
Depot und einige kleine Lokale in der Altstadt zum essen gehen...
Gorillas wenns ein bisschen lauter sein darf

6. Was ich eigentlich gerne schon am Beginn meiner Residency über das Atelier gewusst hätte:
 

unbedingt auch die Umgebung anschauen und auf Entdeckungsreise gehen, oder fahren; zwischen alten Fabriken, Siedlungen und Resten der kommunistischen Regierungszeit gibt es viel Neues und v.a. skurril Charmantes zu finden

Share: Away on Facebook

weitere artikel

Filtern nach: