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Mexiko City   Stefania Strouza 01.03.-30.06.2018 nächster Artikel >

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Warum die mexikanische Kultur so inspirierend ist.

8,9 Millionen Einwohner bevölkern die Ciudad de México, rechnet man den Ballungsraum dazu, sind es über 20 Mio. Menschen die sich in der Metropole tummeln. Neben groß ist Mexico City auch 2.300 m hoch über dem Meeresspiegel, kalttropisch und turbulent bis chaotisch. Das Auslandsatelier am Gelände der österreichischen Botschaft bildet dazu den Temperaments-Gegenpol: Entspannte Homebase oder starre Ordnung? Und wie findet man sich in einem solchen Stadt-Moloch überhaupt zurecht, wie erobert man sich den Ort, entdeckt Places to be abseits des Reiseführers? Und gibt es dann noch Zeit und Muße, Stimmungen und ein besonderes Stadtgefühl wahrzunehmen?

"Deep Time" in Mexico City

Mexiko-Stadt war eine Offenbarung in Bezug auf seine kulturelle Komplexität und die Traditionsschichten, die die Stadt verkörpert. Vor meiner Ankunft hatte ich widersprüchliche Meinungen darüber gehört, was es bedeutet, dort zu leben, und ich muss sagen, dass beide Seiten wahr sind. Diese riesige Stadt mit 22 Millionen Einwohnern ist eine Ansammlung von wunderschönen, gepflegten Stadtvierteln, zahlreichen Museen und Parks sowie extrem verarmten Gebieten, in denen die Unterschichten leben. Man hat diese beiden Realitäten der Stadt im Hinterkopf um die Einstellungen ihrer Bewohner besser zu verstehen. Ich persönlich habe die improvisierte Natur der Dinge dort genossen. Und ich habe eine Zivilisation, die so unterschiedliche Bezüge zur präkolumbianischen, hispanischen und modernistischen Tradition aufweist, sehr geschätzt. Reisen auch außerhalb der Stadt haben diese Idee der kulturellen Vielfalt verstärkt, da es so viele verschiedene, tief in der Zeit verwurzelte Traditionen gibt, denen der Reisende begegnet.

Diese Verbindungen haben meine persönliche künstlerische Praxis stark beeinflusst, als ich eine Recherche zur Geschichte des Wassers in Mexiko-Stadt begann. Während meines viermonatigen Aufenthaltes sammelte ich historisches Material über das Austrocknen der Seen, auf denen sich die Stadt entwickelte. Ich hatte die Möglichkeit, verschiedene Produktionstechniken und Materialien wie Obsidian, Leder und Textilien zu studieren und lokale Werkstätten in der Stadt zu besuchen. Diese Forschung hat die Form einer Reihe von skulpturalen Arbeiten angenommen, welche die sich ändernden Wahrnehmungen über das Seesystem von Mexiko-Stadt erzählen und historische Fakten mit aktuellen Fragen zu Ökokritik und Urbanisierung verbinden."

www.stefaniastrouza.com

 

1. Mein Aufenthalt im Atelier in einem Wort:
  Fantastisch
2. Das fehlt mir/ das vermisse ich seit ich nicht mehr dort bin:
  Ich vermisse definitiv die Vielfalt der Orte, an denen ich mich in der Stadt wiederfinden konnte: von den kosmopolitischsten, architektonisch brillantesten und kulturell belasteten Gebieten bis hin zur extremen Urbanität, Improvisation und dem Alltag des Zentrums und der populären Viertel.
3. Do's & don’ts an diesem Ort?
  Do's: Tagsüber viel Spaziergänge in der Stadt machen, es gibt immer etwas Interessantes zu sehen, in jeder Ecke, von der do-it-yourself-Taktik der Ortsansässigen bis hin zu den städtischen Strukturen, die die Stadt bevölkern.
Don'ts: Nachts allein gehen, Taxis von der Straße nehmen, lieber nur von offiziellen Taxipunkten ausgehend oder über Uber.
4. Wo kann man super Arbeitsmaterial kaufen?
  Das Stadtzentrum ist gefüllt mit wunderbaren Geschäften und Märkten mit Materialien aller Art, die man sich vorstellen kann. Es ist eine Frage der Forschung, um herauszufinden, was für ein Projekt am besten funktioniert.
5. Das sollte man unbedingt von zuhause mitbringen:
  Medikamente, da einige Dinge in Mexico City schwieriger zu finden sind.
6. Zum Thema Kunst an meinem Residency Ort:
  Ich fand die Kunstszene von Mexiko-Stadt einzigartig, in ihrer Mischung aus lokalen Techniken und unterschiedlichen Ansätzen für zeitgenössische Kunst
7. Rund um das Auslandsatelier – hier kaufe ich ein, hier trinke ich Kaffee und hier gibt’s den besten Mittagsteller in Laufdistanz:
  Es gibt sehr schöne Orte für Mittagessen und Frühstück in der Monte Everest Straße, nur 15 Gehminuten vom Studio entfernt.
8. Den Tag lasse ich häufig hier ausklingen (Dinner, Drinks und bester Sounds):
  Meine Lieblingsbar vor Ort war definitiv "la Chicha" und der beste Ort für Essen "La Riviera del Sur", beide in Roma.
9. Was ich eigentlich gerne schon am Beginn meiner Residency über das Atelier gewusst hätte:
  Ich hätte mir vorab mehr Verbindungen zu lokalen Kunstinstitutionen gewünscht.
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