Away

Moskau   Kosta Tonev 01.10.2019-31.12.2019 nächster Artikel >

Tonev Moskau 001 Tonev Moskau 002 Tonev Moskau 003 Tonev Moskau 004 Tonev Moskau 005 Tonev Moskau 006 Tonev Moskau 007 Tonev Moskau 008 Tonev Moskau 009 Tonev Moskau 010

Kunst & Kreml – Moskau als österreichischer Kunst-Werk-Raum.

Riesige Hallen und jede Menge verschachtelte Räume öffnen sich hinter den Mauern einer ehemaligen Papierfabrik, die 2005 in CCI Fabrika,The Center for Creative Industries verwandelt wurde. Neben Residence-Ateliers und Ausstellungs­flächen für Bildende Kunst gibt es Veranstaltungs­räume für Tanz, Performance, Theater, Film und Musik. Vom Rand der historischen Altstadt aus agiert die Institution als Plattform für Zeitgenössische Kunst, fördert den internationalen Austausch und hat sich als Hotspot für spannende Produktionen etabliert – für das zweistöckige Wohnatelier des BKA ist Fabrika demnach Ort und Programm zugleich.

Um die Stadt zu entdecken, steigt man in die Metro – sie verkehrt im Minutentakt, hat imposante Bahnhöfe zu bieten und läßt die Millionen-Metropole unkompliziert erfahren. Von der Residency bis zum Roten Platz dauert es knapp 30 Minuten, stadtauswärts ist der riesige Sokolniki Park (der Grüne Prater Moskaus) in rund 15 Minuten erreichbar. Wohin all das wohl künstlerisch führt?

"Moskau hat meine Erwartungen übertroffen. Es ist eine riesige, pulsierende Metropole. Es ist nicht nur groß, sondern auch imposant. Man kann leicht erkennen, dass sie einst das Zentrum eines Imperiums war. Selbst 30 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind ihre Spuren noch überall zu sehen. Da dreht sich alles um Maßstab und Pracht. Sie ist sehr europäisch, aber anders als alles, was im übrigen Europa zu sehen ist. Ich denke, dass ich auch von meinem Aufenthalt lerne. Ich bin auf der Seite des Eisernen Vorhangs aufgewachsen, die von Moskau dominiert wurde. Ich habe als Kind mit sowjetischem Spielzeug gespielt. Vieles in dieser Stadt ist für mich wie ein Blick in die Vergangenheit. Manchmal fallen mir Dinge auf, weil sie mich an etwas erinnern, was ich vor Jahren gesehen habe."

www.kostatonev.com

1. Mein Aufenthalt im Atelier in einem Wort:
  Factory life.
2. Dos & don’ts an diesem Ort:
  Im Winter wird hier Eis gegessen. Man darf kein Leitungswasser trinken.
3. Das fehlt mir/ das vermisse ich seit ich nicht mehr dort bin:
  In Moskau vermisse ich den europäischen Käse. Durch das Embargo werden keine Agrarprodukte aus der EU importiert.
4. Wo man super Arbeitsmaterial kaufen kann:
  Peredvizhnik im Winzavod – nur eine U-Bahn-Station entfernt.
5. Das sollte man unbedingt von zuhause mitbringen:
  Moskau ist ziemlich europäisch. Hier findet man alles, was man brauchen könnte.
6. Zum Thema Kunst an meinem Residency Ort:
  Die Residency befindet sich in einem Kurszentrum. Hier finden regelmäßig Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen statt.
7. Rund um das Auslandsatelier – hier kaufe ich ein, hier trinke ich Kaffee und hier gibt’s den besten Mittagsteller in Laufdistanz:
  In der großen Straße neben der Residency (Bakuninskaya) findet man alle möglichen Supermärkte. Etwas weiter vorne in der Straße befindet sich ein armenisches Restaurant namens Paros. Es ist zwar ein bisschen versteckt, aber unter den Einheimischen ist es sehr bekannt. Dort kann man billig und gut essen.
8. Den Tag lasse ich häufig hier ausklingen (Dinner, Drinks und bester Sounds):
  Georgisch essen – ein echter Klassiker in Moskau.
9. Was ich gerne schon am Beginn meiner Residency über das Atelier gewusst hätte:
  Ich wünsche ich hätte schon gewisse Stadtkenntnisse. Moskau ist am Anfang ziemlich überwältigend.
Share: Away on Facebook

weitere artikel

Filtern nach: