Away

London   Kathrin Delhougne 01.07.-30.09.2021 nächster Artikel >

Delhougne London Away01 Delhougne London Away02 Delhougne London Away03 Delhougne London Away04 Delhougne London Away05 Delhougne London Away06 Delhougne London Away07 Delhougne London Away08 Delhougne London Away09 Delhougne London Away10

Warum „London calling“ ein wahrer Lockruf ist.

Das Auslandsatelier ist in einem typischen, viktorianischen Haus im ruhigen East Londoner Stadtteil Bow untergebracht und richtet sich an FotografInnen. Öffentlich ist man innerhalb einer Stunde im Zentrum von Englands 8,6 Mio. Metropole – für Londoner Verhältnisse richtig zackig. Die Stadt an der Themse galt schon immer als einflussreicher Ort für unterschiedlichste Kunstströmungen. Mit ihrer Fülle an Galerien, Museen, Agenturen, der einflussreichen Kunstmesse Frieze und der aktiven Szene kann sie ihren Stellenwert als heißes Kunst-Pflaster bis heute behaupten. Ob sich das im fotografischen Blick der StipendiatInnen widerspiegelt?

Drinking tea with the taste of the Thames

„Nach meiner Ankunft muss ich noch 10 Tage in Quarantäne, in der ich ungestört für mein Projekt recherchieren kann. Das Atelier ist vor Kurzem neu renoviert worden, fühle mich sofort heimisch. Es ist mehr als genug Raum vorhanden, um konzentriert arbeiten zu können.

Obwohl die Delta-Variante wütet, wird der Einzug der Engländer ins Finale der Fußballeuropameisterschaft wie von Sinnen gefeiert.
Ich wage mich zum Wembley Stadion um das bierselige Ausrasten zu fotografieren. Pandemie? Pausentaste. 

Je länger ich hier bin, desto mehr verändert die Stadt mein Tempo. London ist 24/7 in Bewegung. Ich eile von A nach B, genieße Hektik und Lärm nach den bleiernen Lockdowns des vergangenen Jahres. Jetzt bloß keinen Tag verschwenden, alles aufsaugen und mitnehmen. Vor allem das Angebot an Kunst und Konzerten.

Und die Stadtnatur. So viele Parks, dicht bewachsene Kanäle, verwilderte Friedhöfe- the magnificent seven. Neugierige Füchse, kreischende Halsbandsittiche und zutrauliche Grauhörnchen überall.

Elizabeth‘s Krone ziert das Impfkärtchen, was ich nach der Covid- Impfung bekomme, thank you NHS.“

www.kathrindelhougne.com

 1. Mein Aufenthalt im Atelier in einem Wort:
  Ace.
2.   Dos & don’ts an diesem Ort:
  Viel Bus fahren, an den Kanälen spazieren, Bagels essen.
Zu schnell die Stiege im Atelier runtergehen (Rutschgefahr), drängeln.
3. Das fehlt mir/ das vermisse ich seit ich nicht mehr dort bin:
  Weltoffenheit, Buntheit der Stadt & Toleranz, Füchse beobachten, Charity Shops.
4. Wo man super Arbeitsmaterial kaufen kann: 
  Poundland, Leyland.
Entwicklung/Prints: analoguefilms.co.uk, rapideye.uk.com.
5. Das sollte man unbedingt von zuhause mitbringen:
  Ausdauer und Geduld um von A nach B zu kommen.
6. Zum Thema Kunst an meinem Residency Ort:
   Die Auswahl ist riesig und abwechslungsreich. Ständige Sammlungen der Museen größtenteils gratis.
In Soho gibt es unzählige Galerien, ebenso im East End (wo auch viele Off- Spaces und Kunsträume). Darüber hinaus noch zahlreiche Festivals und Art Fairs. Auch die Nunnery Gallery mit Ausstellungsräumen/Studios von Künstlern in direkter Nachbarschaft (5 Min vom Atelier) ist zu empfehlen.
7.  Rund um das Auslandsatelier – hier kaufe ich ein, hier trinke ich Kaffee und hier gibt’s den besten Mittagsteller in Laufdistanz:
  Diverse Cafes/Pubs in und rund um die Roman Road (z.B. Artisan Bakery, Cafe Zealand).
 8. Den Tag lasse ich häufig hier ausklingen (Dinner, Drinks und bester Sounds):
  Oslo (Pub/Club direkt bei Hackney Central Station), Paper Dress Vintage (Geschäft, Bar und Club in einem, Hackney Central), The Dublin Castle (Pub/Club, Camden), The Lexington (Pub/Club, Islington), Brixton Academy, Electric Ballroom, Dingwalls, Club 100 …
 9. Was ich gerne schon am Beginn meiner Residency über das Atelier gewusst hätte:
  -
Share: Away on Facebook

weitere artikel

Filtern nach: