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Istanbul   Barbara Sturm 01.10.-30.10.2021 nächster Artikel >

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Warum am Bosporus künstlerisch die Post abgeht.

Kunst und Kultur genießen in der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei traditionell ein hohes Ansehen. Aktuell hat sich in Istanbul einiges geändert, denn das ehemals westlichste Tor zum Osten schlägt politisch gerade einen neuen Kurs ein. Umbrüche waren aber seit jeher ein interessantes Motiv für die Kunst. Während sich manche aus Vorsicht lieber alternative Ziele aussuchen, zieht es andere Künstlerinnen gerade deswegen in Istanbuls traditionelles Künstlerviertel Cihangir Beyoglu, wo das BKA sein Auslandsatelier betreibt. Wie erlebt man diese Stadt derzeit, die sich mit der Contemporary Istanbul und zahlreichen Galerie-Eröffnungen in der jüngeren Geschichte als wichtiger Kunst-Standort positioniert hat?

"Istanbul ist mir passiert. 2019 als Zwischenstation. Wie ein hartes Aufschlagen in einer Schönheit und Intensität, die nicht die gewohnte und von mir kultivierte war. Nicht die Schönheit der Ruhe, Distanz und des Understatements, sondern der anarchischen Lebendigkeit, des Schreiens, der Schiffsmotoren und der Übertreibung.
2020 habe ich es ganz leer erlebt, die Pandemie hatte es tatsächlich geschafft, Istanbul in ein beschauliches Riesendorf zu verwandeln.
Nun, 2021, da ich als Stipendiatin etwas abgehoben “residierte”, konnte ich wählen zwischen Distanz und Nähe.
Es gibt die Kunstorte, die uns Europäern vertraut erscheinen: Arter, zum Beispiel (wirklich gute Ausstellungen/ sich mit dem politischen Hintergrund auseinanderzusetzen, bleibt jedem selbst überlassen).
Oder die Messe Contemporary Istanbul. Doch nicht sie, sondern die zeitgleich stattfindende Handwerksmesse habe ich besucht. Denn so ist Istanbul für mich: am Interessantesten da, wo man es nicht erwartet."

http://barbarasturm.net/

 

1.  Mein Aufenthalt im Atelier in einem Wort:
   Paradigmenwechsel
2.  Dos & Don'ts an diesem Ort: 
   Do: Mit den normalen Liniendampfern in alle Richtungen fahren und Tee trinken.Don’t: In Stoßzeiten mit dem Taxi fahren.
3.  Das fehlt mir/vermisse ich seit ich nicht mehr dort bin:
   Die Wärme, und, ich hätte es nicht gedacht, das Gedrängel; die Freunde dort und die Intensität alltäglicher Momente.
4.  Super Arbeitsmaterial gibts hier zu kaufen:
   Güven in Beşiktaş, und ein Geheimtipp: in der Defterda sk. ganz in der Nähe, fast schon beim Taksim, ein kleiner Laden im Keller, ganz verstaubt. Nur dort hatten sie die Stifte, die ich überall gesucht hatte.
5. Das sollte man unbedingt von Zuhause mitbringen:
   Ohrenstöpsel, Kunstmaterial vielleicht, da teurer hier. Gute Schuhe.
6.  Zum Thema Kunst an meinem Residency Ort und wo ich die besten Ausstellungen besucht habe:
   Auf der Straße…
7.  Rund um das Auslandsatelier – hier kaufe ich ein, hier trinke ich Kaffee und hier gibt’s das beste Mittagsmenü um die Ecke:
   Absoluter Lieblingsort für Frühstück und Essen: Cihangir Sosyal Tesisleri, gleich ums Eck, zum Frühstück: Cafe Limon, bei der Moschee in der Defterda sk.
8.  Den Tag lasse ich bei einem Dinner, Drinks, gutem Sound oder zum Networken häufig hier ausklingen:
   -
9.  Was ich eigentlich gerne schon am Beginn meiner Residency über das Atelier gewusst hätte:
   Meine Vorgängerin B. Eichhorn hat mich gut informiert!
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