Away

London   Timotheus Tomicek 01.06.-31.08.2016 nächster Artikel >

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Warum „London calling“ ein wahrer Lockruf ist.

Das Auslandsatelier ist in einem typischen, viktorianischen Haus im ruhigen East Londoner Stadtteil Bow untergebracht und richtet sich an FotografInnen. Öffentlich ist man innerhalb einer Stunde im Zentrum von Englands 8,6 Mio. Metropole – für Londoner Verhältnisse richtig zackig. Die Stadt an der Themse galt schon immer als einflussreicher Ort für unterschiedlichste Kunstströmungen. Mit ihrer Fülle an Galerien, Museen, Agenturen, der einflussreichen Kunstmesse Frieze und der aktiven Szene kann sie ihren Stellenwert als heißes Kunst-Pflaster bis heute behaupten. Ob sich das im fotografischen Blick der StipendiatInnen widerspiegelt?

"In London wird man entweder geduldig oder wahnsinnig. Das Anstellen und Warten ist hier eine Tugend und jede unnötige Beschleunigung zwecklos. Man gewöhnt sich daran, für jeden noch so kleinen Ausflug mindestens eine Stunde Fahrtzeit einzuberechnen. „Signal Error“ ist der häufigste Grund für eine stehengebliebene Underground – will sagen: Der Weg wird oft zum Ziel, besonders wenn das Ziel nicht der Weg war.

Gleich in der Nachbarschaft, in Hackney Wick, kommt man sich teilweise wie in New York vor. Dort haben sich Künstler, Grafitti-Sprayer und Skateboarder ein riesiges Areal erobert, jedoch läuten pop-up Bars und Galerien bereits wieder die Kommerzialisierung ein und die Künstler-Avantgarde zieht weiter. Dieser ständige Ortswechsel und Flow belebt die Stadt ungemein, sodass man sich erstaunlich oft am richtigen Platz zur richtigen Zeit fühlt hier in London. Sogar in der Warteschlange!"

www.timotheustomicek.net

1. Dos & dont's an diesem Ort:
 

do’s:  Viel Zeit im kleinen Garten verbringen.
dont’s: Ohne Schirm aus dem Haus gehen.

2.  Wo man super Arbeitsmaterial kaufen kann:
 

Bei Cass art, das ist sowas wie ein kleiner boesner, theprintspace ist das beste Fotolabor.

3. Zum Thema Kunst an meinem Residency-Ort:
 

Wenn man etwas künstlerisch schaffen will, dann ist es die Kunst die Wege kurz zu halten und sich von der Stadt nicht zu sehr ablenken zu lassen. Ich habe das nicht geschafft, dafür habe ich Wolfgang Tillmans in der Underground getroffen.

4. Rund um das Auslandsatelier – hier kaufe ich ein, hier trinke ich Kaffee und hier gibts den besten Mittagsteller in Laufdistanz:
 

Hinter dem Haus nahe dem kleinen Park gibt es in der Nunnery ein kleines Künstler-Cafe; beste Fish & Chips im Fishhouse auf der Lauriston Road, nahe Victoria Park.

5. Den Tag lasse ich häufig hier ausklingen (Dinner, Drinks und bester Sound):
 

Am Regents Canal, zu Fuß erreichbar, dort gibt es Hausschiffe mit Bars, Soundsystems usw…

6. Was ich eigentlich gerne schon am Beginn meiner Residency über das Atelier gewusst hätte:
 

Dass das Atelier viel zu groß ist für eine Person alleine.

 

 

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