Away

think tank #2

28/09/2016 | 10-14h | AIL – Angewandte Innovation Lab, Franz Josefs Kai 3

Artist Residencies – Learning from each other

Der zweite AWAY ThinkTank nimmt eine Reihe von Residence-Programmen in den Blick, um deren strukturelle Komponenten und Zielsetzungen zu beleuchten: Welche Vor- und Nachteile sind mit den unterschiedlichen Konzepten verknüpft? Welche alternativen Herangehensweisen würden auch im Kontext des eigenen Programms Sinn machen? Gibt es eine Anleitung für die ideale Residency? Zur Diskussion steht aber auch die generelle Frage weshalb Institutionen und öffentliche Förderstellen auf diese Weise in Kunstschaffende investieren.

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Entsendungspraktiken erleben in zahlreichen westeuropäischen Ländern spätestens seit den 1990er-Jahren in Form von Atelierstipendien und Artist in Residence-Programmen einen neuen Aufschwung und zeichnen sich durch die Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Konzepte aus. Neben freischwebenden Studios* bieten öffentliche Kulturförderungsinstitutionen und private Initiativen auch Aufenthalte an, die an Künstlerstätten, Kulturaustauschprogramme oder Ausstellungshäuser angebunden sind. Während manche KünstlerInnen also auf sich alleine gestellt sind, versuchen andere Programme ein breitgefächertes Angebot bereit zu stellen. Ungeachtet der heterogenen Praxis, bilden Aufenthalte in der Fremde ein zentrales Moment in den Biografien von KünstlerInnen.

Vor diesem Hintergrund nimmt der zweite AWAY Think Tank eine Reihe von Residence-Programmen in den Blick, um deren strukturellen Komponenten und Zielsetzungen nachzuspüren. Es wird überlegt, welche alternativen Herangehensweisen auch im Kontext des eigenen Programms Sinn machen würden? Zur Diskussion steht aber auch die generelle Frage weshalb Institutionen und öffentliche Förderstellen auf diese Weise in Kunstschaffende investieren. Und welche Vorstellungen vom künstlerischen Subjekt und der künstlerischen Arbeit durch die bestehenden Strukturen geprägt werden.

*) Das BKA folgt einer anderen Terminologie: Im Auslandsatelier-Programm werden zum einen Ateliers vergeben, die in Kooperation mit einer Institution geführt werden sowie Ateliers, die vom BKA betrieben werden aber unabhängig zu institutionellen Strukturen agieren. Freischwebende Ateliers werden in der Regel von KünstlerInnenseite beantragt und durch alternative Förderprogramme unterstützt.

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Sabine Güldenfuß

Programmkoordinatorin AIR–ARTIST IN RESIDENCE, Krems

Sabine Güldenfuß, Kulturmanagerin, lebt in Wien. Master in Exhibition and Cultural Communication Management, Wirtschaftsuniversität Wien und Universität für Angewandte Kunst Wien. Seit 2006 koordiniert sie das interdisziplinäre Artist-in-Residence-Programm des Landes Niederösterreich in Krems an der Donau. Schwerpunkte: Aufbau internationaler Austauschkooperationen, Koordination und Ausbau interdisziplinärer Projekt- und Kooperationspartnerschaften in Österreich, Internationalisierung der Kunst- und Kulturszene in Niederösterreich.

Margarethe Makovec

Leiterin <rotor>, Graz

(*1971, Wien). Gründungsmitglied und künstlerische Leiterin von < rotor > Zentrum für zeitgenössische Kunst, Graz (1999, gemeinsam mit Anton Lederer). Ausgehend von zeitgenössischer bildender Kunst konzentriert sich das Programm auf Produktionen, die sich mit sozialen, politischen, ökonomischen und ökologischen Fragen der Gegenwart befassen, mit Schwerpunkt auf künstlerische Positionen aus Zentral-, Ost- und Südosteuropa.
www.rotor.mur.at

Stefan Riebel

Künstler und Leiter Institut für Alles Mögliche, Berlin

(*1982), lebt und arbeitet als Künstler in Berlin und Leipzig. Seit 2013 ist er künstlerischer Mitarbeiter im Grundstudium Medienkunst der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig.
Stefan Riebel arbeitet fast ausschließlich seriell in den Bereichen Konzept- und Performancekunst. Schwerpunkte bilden dabei die Setzungen von Informationen, Behauptungen und Beschreibungen sowie die Konstruktion von sozialen und künstlerischen Räumen und interaktiven Ereignissen.
www.stefanriebel.de

Andrei Siclodi

Kurator und Leiter Künstlerhaus Büchsenhausen, Innsbruck

Andrei Siclodi ist ein Kurator, Autor, Herausgeber und Kulturarbeiter, Direktor des Künstlerhauses Büchsenhausen in Innsbruck und Gründungsleiter des dort stattfindenden Internationalen Fellowship-Programms für Kunst und Theorie. Darüber hinaus ist er Herausgeber der Publikationsreihe „Büchs'n'Books – Art and Knowledge Production in Context“ und Produzent der Radiosendung „Büchs'n'Radio“ auf Radio Freirad. In seiner Arbeit interessiert er sich für Formen kritisch-emanzipatorischer Wissensproduktion in der Kunst sowie für deren Verhältnis zu anderen Wissensdispositiven.
www.buchsenhausen.at

Andreas Spiegl

Lehrbeauftragter, Akademie der bildenden Künste, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften

(*1964), studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien. Er lehrt als Senior Scientist Medientheorie am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien, an der von 2003 bis 2011 auch die Funktion als Vizerektor für Lehre und Forschung innehatte. Neben seiner kuratorischen Praxis veröffentlichte er zahlreiche Texte zur zeitgenössischen Kunst, Kunst- und Medientheorie.

Manfred Wiplinger

Galerie Krinzinger/Krinzinger Residencies

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Wie sehen der Meinungsaustausch und das Generieren von Know How aus? Die Think Tanks finden an unterschiedlichen Orten statt und folgen einem konstanten Setting: Fixe TeilnehmerInnen-Zahl und Zeitdauer, Vorstellungsrunde, Tischgespräche und offenes Diskussionsforum beim think tank #2 im Angewandte Innovation Lab.

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