Away

think tank #3

03/11/2016 | 10-14h | Zollergasse 31, 1070 Wien

Ein Blick hinter die Kulissen – Wer wird wie zum Artist in Residence?

Atelierstipendien werden üblicherweise auf Ausschreibungs-Basis an KünstlerInnen vergeben. Da die Entscheidungsfindungen in den wenigsten Fällen offen gelegt werden, wirft der dritte AWAY Think Tank einen Blick hinter die Kulissen der Vergabepraxis und reflektiert deren Bedingungen: Wer wird wie zum Artist in Residence? Mit welchen Verfahren und nach welchen Kriterien wird über die Förderungswürdigkeit der BewerberInnen entschieden? Inwieweit nehmen diese Programme Einfluss auf die prekären Arbeitsbedingungen von Kunstschaffenden?

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Atelierstipendien zählen spätestens seit den 1990er-Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil der staatlichen Kunstförderung und werden an KünstlerInnen vergeben. DieVerfahren einzelner Länder ähneln sich in ihren Grundzügen: Kunstschaffende bewerben sich mit Lebenslauf und Werkdokumentation für eines der angebotenen Ateliers und legen ihre Motivation für den Auslandsaufenthalt dar. Die eingereichten Unterlagen werden von einer Fachjury begutachtet und schließlich jene BewerberInnen ausgewählt, die zum gegebenen Zeitpunkt als förderungswürdig erscheinen.

Da die Entscheidungsfindung in den wenigsten Fällen offen gelegt wird, wirft der dritte AWAY Think Tank nun einen Blick hinter die Kulissen der Vergabepraxis und reflektiert deren Bedingungen: Mit welchen Verfahren und nach welchen Kriterien wird über die Förderwürdigkeit der einzelnen BewerberInnen entschieden?

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Nika Kupyrova

Künstlerin

Nika Kupyrova (*1985 Kiev, Ukraine) is a visual artist and curator working with three-dimentional, two-dimentional and textual mediums. After previous studies at the Edinburgh College of Art and Iceland Academy of the Arts she completed her MA at the University of Applied Arts in Vienna. Exhibitions include “Re-“ at Kunstraum Niederösterreich, Vienna; “WYSINWYS” at SODA Gallery, Bratislava; “Invonclusive Analysis” in the National Centre for Contemporary Arts Moscow; “Earwax” at Meetfactory Centre for Contemporary Art, Prague; “Factory Installed” at the Mattress Factory Art Museum, USA.

Barbara Mahlknecht

Kuratorin und Lehrbeauftragte, Akademie der bildenden Künste

Barbara Mahlknecht ist Universitätsassistentin an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie forscht und arbeitet zu feministischer kuratorischer Praxis und kritischer Kunstvermittlung. Zuletzt co-kuratierte sie die Ausstellungsprojekte Verbinden/Vertreten/Verteilen/Vermitteln/Verhandeln (Tiroler Künstlerschaft, 2016), Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung (Akademie der bildenden Künste Wien, 2016) sowie A Proposal to Call (Kunsthalle Exnergasse, 2015). Sie hat für die Manifesta7, für das Museion, Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst (Bozen) sowie für die Generali Foundation Wien gearbeitet.

Hansel Sato

Künstler, IG-Bildende Kunst

Hansel Sato (Peru/Österreich). Bildender Künstler und Kulturvermittler. Seine künstlerische Arbeit umfasst gegenständliche Malerei, Comic, Zeichnung und Kunstinterventionen im öffentlichen Raum, die im Kontext der postkolonialen Theorien stehen. Als Künstler hat er Peru bei verschiedenen Biennalen und internationalen Ausstellungen vertreten. Er arbeitet in verschiedenen Kollektiven in Wien und Peru und ist Ko-Leiter des Wiener Kunstfestivals SOHO in Ottakring. Seit 2015 ist er Senior Lecturer am Institut für das künstlerische Lehramt (IKL) der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

www.hanselsato.com

Katja Stecher

Co-Kuratorin AWAY laboratory

studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien und absolvierte von 2012-2014 den Masterlehrgang für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien. Master-Thesis: Who is Calling? Disziplinierungen und Durchkreuzungen im Ausstellungsfeld am Beispiel des Open Call. Katja Stecher war Co-Kuratorin der Ausstellung Out of the Box. 10 Fragen an künstlerische Forschung, MAK Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst, 2013 und hat Ausstellungs- sowie Katalogtexte für die Schau Die 70er. Damals war Zukunft, Schallaburg, 2016 verfasst. Derzeit ist sie als Kunstvermittlerin im 21er Haus Wien tätig und mitverantwortet als Projektkoordinatorin das Atelier- und Residence-Programm von studio das weisse haus. Im Rahmen von AWAY – a project around residencies betreut sie gemeinsam mit Alexandra Grausam das Laboratory.

Bärbel Vischer

MAK – Schindler Stipendium

Bärbel Vischer ist Kustodin der Sammlung Gegenwartskunst am MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst und organisiert das MAK-Schindler Stipendiatinnenprogramm in den Mackey Apartments, Los Angeles. Seit 2007 kuratierte sie u.a. Einzelausstellungen mit Franz West, Heimo Zobernig, Liam Gillick, Walter Pichler, Pae White und entwickelte Gruppenausstellungen im kulturhistorischen Kontext wie MAPPING BUCHAREST: Art, Memory, and Revolution 1916–2016 (mit Peter Weibel) oder FREDERICK KIESLER: Lebenswelten (mit Dieter Bogner und Maria Lind). Zu aktuellen Projekten zählen JOSIAH MCELHENY: The Ornament Museum und MAK ART SALON #01. Clegg & Guttmann: Biedermeier reanimiert.

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Wie sehen der Meinungsaustausch und das Generieren von Know How aus? Die Think Tanks finden an unterschiedlichen Orten statt und folgen einem konstanten Setting: Fixe TeilnehmerInnen-Zahl und Zeitdauer, Vorstellungsrunde, Tischgespräche und offenes Diskussionsforum beim Think Tank #3 im AWAY headquarter, Zollergasse 31.