Away

think tank #1

30/08/2016 | 10-14h | das weisse haus, Hegelgasse 14, 1010 Wien

Das Auslandsatelier – die künstlerische Wende in der Fremde?

Sind Aufenthalte in der Fremde am Kunstschaffen ablesbar? Führen sie zu Neuausrichtungen oder avanciert der neue Ort zum Thema der künstlerischen Auseinandersetzung? Welche Erwartungshaltungen werden sowohl von der Institution als auch von den teilnehmenden KünstlerInnen an dieses Angebot geknüpft? Und werden die in Aussicht gestellten Zielsetzungen auch tatsächlich eingelöst? Diese zentralen Fragestellungen werden im ersten ThinkTank aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und Lösungsvorschläge erarbeitet.

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Das Auslandsatelier ist ein Konzept mit langer Tradition, das mit Entsendungspraktiken an europäischen Höfen seinen Anfang nimmt. Heute zählt es zu einem zentralen Instrument der staatlichen Kunstförderung und soll heimischen KünstlerInnen vielfältige Möglichkeiten eröffnen: Ein Aufenthalt in der Fremde verspricht nicht nur die internationale Präsenz und Vernetzung zu fördern, sondern dient darüber hinaus auch als Quelle der Inspiration für das künstlerische Schaffen. Doch wie und in welcher Form lassen sich die Befruchtung, der Austausch oder die Auseinandersetzung mit der neuen Umgebung messen? Werden die in Aussicht gestellten Zielsetzungen auch tatsächlich eingelöst? Welche Erwartungshaltungen werden sowohl von der Institution als auch von den teilnehmenden KünstlerInnen an dieses Angebot geknüpft? Angesichts der gesunkenen Reisekosten und dem diagnostizierten Verschwinden lokaler Charakteristika gilt es zu überlegen, ob Atelierstipendien noch ein zeitgemäßes Mittel der Kunstförderung sind?

Gemeinsam mit KünstlerInnen, TheoretikerInnen und VertreterInnen des BKA Österreich werden diese zentralen Fragestellungen diskutiert, Lösungsvorschläge erarbeitet und gegebenenfalls neue Konzepte entwickelt. Damit versucht AWAY – a project around residencies neues Wissen zu generieren, das sich nachhaltig auf zukünftige Auslandsatelier-Programme auswirken kann.

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Iris Andraschek

Künstlerin

geboren 1963 in Horn (NÖ), absolvierte ihr Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien, mit ergänzenden Studien für Freskomalerei an der scuola degli arti ornamentali in Rom und Bozen. Arbeitsaufenthalte in Durham, Ontario (2002), New York (2010), Woodside, CA im Djerassi  Resident Artists Program (2012) und Istanbul (2015). Sie lebt und arbeitet in Wien und Mödring (NÖ).

Georgia Holz

Kunsthistorikerin und freie Kuratorin

Von 2003 bis 2005 war sie kuratorische Assistentin an der Kunsthalle Wien und von 2006 bis 2015 Assistenzkuratorin in der Generali Foundation in Wien. Zuletzt kuratierte Ausstellungsprojekte sind unter anderem Verbinden/Vertreten/Verteilen/Vermitteln/Verhandeln. 70 Jahre Tiroler Künstler*schaft (mit Barbara Mahlknecht, 2016); Speech Acts. Vom Sprechen als politischem Handeln (2015); Ich bin eine andere Welt. Künstlerische AutorInnenschaft zwischen Desubjektivierung und Rekanonisierung und With a name like yours you might be any shape (beide mit Claudia Slanar, 2013/2012).

Gerhard Jagersberger

Bundeskanzleramt Österreich, Sektion II für Kunst und Kultur

ist Sozialwissenschafter, Kulturwissenschafter und Kulturmanager. Studium der Soziologie und Geschichte an der Universität Wien, Spezialisierung auf Kunst- und Alltagssoziologie, Postgraduate-Studium Kultur- und Medienmanagement an der Johannes Kepler Universität Linz. Zahlreiche Projekte im Bereich außeruniversitärer Kulturforschung, langjährige leitende Tätigkeit im Kulturmanagement, seit 2009 im Bundeskanzleramt, Sektion Kunst und Kultur, zuständig für das Auslandsatelierprogramm sowie für den Bereich Architektur und Design.

Christiane Kada

Land Steiermark, Abteilung Kultur – Preise und Stipendien

studierte Kunstgeschichte an der Karl-Franzens-Universität in Graz und hatte von 1992 bis 1997 die Sammlungsleitung der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz inne. 1995 war sie Trainee des BMUKK am City Arts-Center in Dublin und von 1997 bis 1999 Leiterin der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit am Landesmusem Joanneum, Graz. Seit 2006 ist sie in der Abteilung 9 Kultur, Europa, Außenbeziehungen des Landes Steiermark tätig und zuständig für Preise, Stipendien, Atelierprogramme und Sonderprojekte des Kulturressorts.

Olga Okunev

Bundeskanzleramt Österreich, Sektion II für Kunst und Kultur

Studium der Kunstgeschichte und Publizistik an der Universität Wien, Tätigkeit im Büro Hans Hollein Wien, am Centre Georges Pompidou Paris, bei „Kulturkontakt – eine Initiative des BMUKK“ im Bereich Kultursponsoring, Kunstvermittlung im MAK und Museum Moderner Kunst Wien, seit 1991 in der Sektion für Kunst und Kultur des Bundeskanzleramtes. Schwerpunkt: Förderung bildender Kunst und Mode, Kuratorentätigkeit, Betreuung internationaler Projekte, Mitarbeit am Atelierprogramm (In- und Ausland) der Abt. II/1.

Wendelin Pressl

Künstler

geboren in Graz, lebt und arbeitet freischaffend in Wien; Studium an der Meisterschule für Malerei Graz und an der Akademie der bildenden Künste Wien; zahlreiche Studienaufenthalte und Residencies u.a. in Rom (2004), Budapest (2005), Petömihályfa, H (2012), Judenburg (2012), Tirana (2013) und Brüssel (2016); 2007 erschien bei Schlebrügge.Editor die Monografie „CIRCVS MAXIMVS“ und 2010 beim Verlag Bibliothek der Provinz die Projektpublikation „Dort wo ich nicht bin, dort ist das Glück“. Die aktuelle Publikation „LUNA PARK“ erschien 2015 bei Revolver Publishing Berlin.

Peter J. Schneemann

Kunsthistoriker und Autor, Universität Bern

Peter J. Schneemann (Jahrgang 1964), Direktor der Abteilung Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart an der Universität Bern. Mitglied der Academia Scientiarum et Artium Europaea und der Academia Europaea. Gastprofessur am Nova Scotia College of Art and Design (NSCAD); Sekretär des Comité International d’Histoire de l’Art (CIHA). Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Diskursanalyse, Paradigmen der Kunstbetrachtung, Kunstausbildung, Archivprozesse und Display.

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Wie sehen der Meinungsaustausch und das Generieren von Know How aus? Die Think Tanks finden an unterschiedlichen Orten statt und folgen einem konstanten Setting: Fixe TeilnehmerInnen-Zahl und Zeitdauer, Vorstellungsrunde, Tischgespräche und offenes Diskussionsforum beim think tank #1 im weissen haus.

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