Helsinki, Finnland01/26–03/26

Es waren lange Zugfahrten nach Hamburg, Stockholm zur Fähre nach Helsinki. Das pauschalierte Reisegeld reichte dafür beinahe. Zu Beginn war jede zweite Stunde im Freien eine Qual. Nach einiger Zeit gewöhnte ich mich an die Kälte tatsächlich – sogar die Eiskristalle der Atemluft am Schal hatten eine eigene Schönheit. Ohne finnisches Bankkonto wird leider einiges erschwert (die Digitalisierung ist hier sehr weit fortgeschritten); die ärztliche Versorgung ist effizient, die österreichische Versicherungskarte hilft allerdings gar nichts.

Zu den anderen StipendiatInnen hatte ich einen sehr freundschaftlichen Kontakt, vor allem zu der chinesischen Künstlerin vom Atelier gegenüber. Von meinen drei Auslandsaufenthalten bisher finde ich diese Form in Helsinki – sozusagen halbbetreut mit Ansprechpartnerinnen – am angenehmsten. Man kann sich bei Bedarf an jemanden wenden, es kommen wöchentliche Updates zu kulturellen Veranstaltungen und Vernissagen, und es gibt einen gemeinsamen Nachmittag jeden Donnerstag zum Austausch und Kaffeetrinken mit anderen Künstlerinnen im HIAP-Office auf Suomenlinna.

1. Mein Aufenthalt im Atelier in einem Wort:
  Sehr fein
2. Dos & Don'ts an diesem Ort:
  Den Studioschlüssel mitnehmen / den Studioschlüssel nicht vergessen
3. Das fehlt mir / das vermisse ich, seit ich nicht mehr dort bin:
  Noch bin ich hier, aber die Größe des Studios und der Ausblick, die Lichtverhältnisse sind fantastisch.
4. Super Arbeitsmaterial gibt’s hier zu kaufen:
  Tempera Oy, Uudenmaankatu 16
5. Das sollte man unbedingt von Zuhause mitbringen:
  Im Winter drei Schals: 1 unter dem Hoodie, einen drüber, einen für das Gesicht
6. Zum Thema Kunst an meinem Residency-Ort und wo ich die besten Ausstellungen besucht habe:
  Lebendige Galerieszene in Helsinki, Kiasma (Museum für zeitgenössische Kunst) ist sehr toll.
7. Rund um das Auslandsatelier – hier kaufe ich ein, hier trinke ich Kaffee und hier gibt’s das beste Mittagsmenü um die Ecke:
  Es gibt einen 24/7-Laden, riesig, K-Market mit einer ähnlichen Dichte wie in Ö: Billa.
8. Den Tag lasse ich bei einem Dinner, Drinks, gutem Sound oder zum Networken häufig hier ausklingen:
  N.N.
9. Was ich eigentlich gerne schon am Beginn meiner Residency über das Atelier gewusst hätte:
  Wenn ich gewusst hätte, wie toll alles – wirklich alles – ist, hätte ich mich noch mehr darauf gefreut.


Website Resident:              franzsuess.com